Entstehungsgeschichte (1): Wir wollen lesen!

Der erste Teil unseres Hörbuchprojekts Nils Holgersson ist erschienen und wir wollen Euch an der Entstehungsgeschichte teilhaben lassen. Zu diesem Zweck teilen wir die Berichterstattung etwas auf, um Euch ein paar unserer Erlebnisse und zum Hintergrund zu erzählen. Weiterhin freuen wir uns über Feedback zum Kapitel 1 – einfach einen Kommentar hier hinterlassen oder eine Rezension zum Titel auf audible.de schreiben.

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Hier Teil 1 zur Entstehungsgeschichte von Nils Holgersson:

Sommer 2009 – ein Schrägdach in Berlin Mitte

Wir sitzen in Richtung Sonnenuntergang auf einem erklommenen Dach mit Blick über Berlin und sprechen über Hörbücher. Welche Hörbücher und welche Art von Hörbüchern wir am liebsten hören – Patrick bevorzugt die Lesung eines einzelnen Sprechers, der seine Stimme variiert und dabei alle und alles verkörpert. Ich selbst stehe mehr auf ein hörspielerisches Ambiente.

Und wir haben das Glück, uns auch beruflich mit dem Medium Hörbuch befassen zu können. Patrick schubst unsere Zahlen in seinen Matheprogrammen hin und her und ich verhelfe im Kundenservice den Hörern von Audible.de zu Ihrem Download. Neben der Arbeit und dem Hörbuch hören lesen wir auch gerne – vor allem anderen vor. Vor diesem Hintergrund, an diesem Tag und auf genannten Dach entsteht die Idee, Kindern in Krankenhäusern etwas vorzulesen, unkompliziert, vielleicht einmal die Woche eine oder zwei Stunden.

Vorlesen im Krankenhaus

Wir befinden uns ein paar Tage später in der Berliner Charité und wollen in der Kinderabteilung mit den Schwestern reden. Von diesen gibt es dort nicht viele und die haben zudem nicht viel Zeit: Schroff abgewiesen ziehen wir hängenden Kopfes von dannen.

Was uns nicht abhält, uns an höhere Stellen zu wenden: Ein leitender Professor der Klinik, den wir nach der Absage durch die Krankenschwestern angeschrieben haben, spricht von einer “wunderbaren Idee” und leitet sie an die Pressesprecherin weiter. Doch von dort kam letztlich die finale Absage mit den Worten “so etwas machen wir nicht – bitte haben Sie Verständnis”.

Bietet uns das Internet eine Chance, unseren Wunsch zu realisieren? Wir recherchieren und finden tatsächlich Möglichkeiten, die sich aber als unrealistisch darstellen –  Abendkurse, um seine Qualifizierung einer Organisation gegenüber unter Beweis zu stellen – mit festen Tagen, an denen man in Krankenhäusern vorliest – unmöglich mit Festanstellung und fünfzig Hobbys nebenbei. Projekt Lesen ist vorerst nicht drin und wir brauchen Zeit, um unser Vorhaben zu überdenken. Die Monate verstreichen …

… und während wir die Pläne umstellen, endet dieser Teil der Geschichte versöhnlich. Zwei Jahre später scheint beim Thema Vorlesen vieles einfacher geworden zu sein, uns fällt eine Plakatwerbung für die Lesepaten auf, auf die wir hiermit gern hinweisen, falls jemand etwas ähnliches unternehmen mag. Dort scheint alles unkomplizierter und viel einfacher zu sein 🙂

Sabrina & Patrick

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